Internationale Recherche verbindet maltesische Firmen mit illegalen Glücksspielaktivitäten in Deutschland
Geschrieben von Noah Russell · 27.9.2026

Internationale Recherche verbindet maltesische Firmen mit illegalen Glücksspielaktivitäten in Deutschland

Ein Zusammenschluss aus internationalen Medien hat Dokumente der Malta Gaming Authority sowie der Curaçao Gaming Authority ausgewertet und dabei mehrere auf Malta ansässige Unternehmen mit mutmaßlich illegalen Online-Glücksspielangeboten in Deutschland in Verbindung gebracht; die Recherche stützt sich auf Unterlagen, die durch eine frühere Sicherheitslücke zugänglich wurden, und bezieht Sicherheitsforscherin Lilith Wittmann sowie Sender wie NRK, NDR, SVT und Follow the Money ein.
Hintergründe der Dokumentenanalyse
Die ausgewerteten Unterlagen stammen aus dem Jahr 2026 und zeigen, wie bestimmte maltesische Lizenznehmer ihre Aktivitäten nach dem Verkauf an eine Curaçao-Gesellschaft fortsetzten, während sie weiterhin auf den deutschen Markt zielten; Beobachter betonen, dass die Daten aus der Malta Gaming Authority nach dem Vorfall umfassend geprüft wurden, wodurch Verbindungen zu Plattformen sichtbar wurden, die ohne deutsche Erlaubnis operierten.
Der Fall Platincasino und die steuerlichen Konsequenzen
Platincasino, das zuvor unter der Marke Red Rhino mit einer maltesischen Lizenz arbeitete und später an eine Curaçao-Einheit überging, gilt in den Ermittlungen als eines der größten illegalen Angebote auf dem deutschen Markt; Schätzungen beziffern die ausbleibenden deutschen Glücksspielsteuern auf rund 250 Millionen Euro, weil die Plattform über Offshore-Strukturen nicht lizenzierte Dienste anbot und damit die nationalen Vorgaben umging.
Die Recherche zeigt, dass diese Strukturen es ermöglichten, Wettbewerbsvorteile zu erzielen, während deutsche Behörden die Einhaltung der Regulierung überwachten; Daten aus der Untersuchung legen nahe, dass mehrere weitere Malta-basierte Entitäten ähnliche Muster verfolgten und damit Teil eines größeren Netzwerks waren.
Die polizeiliche Großoperation im September 2026

Im September 2026 führte die deutsche Polizei nach einer dreijährigen Ermittlung eine umfangreiche Operation durch, bei der Vermögenswerte im Wert von etwa 82 Millionen Euro sichergestellt wurden; ein Verdächtiger wurde festgenommen, und die Ermittler deckten Wettumsätze von knapp 6 Milliarden Euro auf, die über ein nicht lizenziertes Online-Casino zwischen 2021 und 2023 abgewickelt worden waren.
Die Aktion knüpft direkt an die internationalen Recherchen an, weil die gehackten Dokumente der Malta Gaming Authority zusätzliche Hinweise auf die beteiligten Firmen lieferten; offizielle Angaben zu den Beschlagnahmen und den ermittelten Summen finden sich in Berichten zu dem Fall.
Verbindungen zwischen den Behörden und den Medien
Die beteiligten Medienhäuser kombinierten die MGA-Daten mit Informationen der Curaçao Gaming Authority, um ein detailliertes Bild der grenzüberschreitenden Strukturen zu zeichnen; Sicherheitsforscherin Lilith Wittmann trug durch technische Analysen dazu bei, die Herkunft der geleakten Dokumente nachzuvollziehen, während die Sender NRK, NDR, SVT und Follow the Money die länderübergreifenden Aspekte beleuchteten.
Die Untersuchung legt dar, dass die Malta Gaming Authority ihre Lizenzvergabe an Red Rhino und anschließende Verkäufe dokumentiert hatte, wodurch die Weiterführung der Aktivitäten unter Curaçao-Aufsicht nachvollziehbar wurde; diese Verknüpfungen halfen den Ermittlern, die Dimension des illegalen Angebots in Deutschland präziser einzuordnen.
Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die aufgedeckten Wettumsätze und die fehlenden Steuerzahlungen verdeutlichen, wie Offshore-Konstruktionen den Zugang zum deutschen Markt erleichterten, obwohl nationale Lizenzanforderungen galten; die Polizeioperation zeigte, dass Behörden über mehrere Jahre hinweg Beweismaterial sammelten, um gegen die Betreiber vorzugehen.
Die Kombination aus medienbasierter Dokumentenanalyse und polizeilichen Maßnahmen führte zu einer breiteren Diskussion über die Durchsetzung von Glücksspielregeln, wobei die beteiligten Stellen die Bedeutung internationaler Kooperation hervorhoben.
Schlussfolgerung
Die internationale Medienrecherche und die anschließende polizeiliche Operation im September 2026 haben ein Netzwerk aus maltesischen und Curaçao-basierten Entitäten beleuchtet, das mutmaßlich illegalen Online-Glücksspiel in Deutschland ermöglichte; die sichergestellten Vermögenswerte, die festgestellten Umsätze und die ermittelten Steuerausfälle bieten einen konkreten Einblick in die Dimension der untersuchten Vorgänge.